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  • Christian Gantner | Unser Landesrat
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Tourismusstrategie 2030 - Landkarte für nachhaltigen und chancenreichen Tourismus

In einem breit angelegten Prozess waren mehr als 200 Persönlichkeiten sowie alle relevanten Stakeholder- und Interessensgruppen an der Erarbeitung der neuen Vorarlberger Tourismusstrategie 2030 beteiligt. Nach der Vorstellung im Volkswirtschaftlichen Ausschuss des Landtags am Mittwoch, 1. Juni, wurde die Strategie einstimmig beschlossen. Sie versteht sich als Landkarte auf dem weiteren Weg hin zu einem chancenreichen und nachhaltigen Tourismus und ist damit in Übereinstimmung mit den Kernwerten der Standortmarke Vorarlberg, die den chancenreichen Lebensraum ins Zentrum stellt, betonten die TourismussprecherInnen aller fünf Fraktionen einhellig. Landesrat Christian Gantner freut sich über dieses gemeinsame Bekenntnis: „Die nun vorliegende Strategie ist ein Leitfaden für alle Akteure, um Vorarlberg als Tourismusstandort noch attraktiver, zukunftsfähiger, resilienter und nachhaltig erfolgreich zu machen. Ich danke ganz herzlich allen, die daran mitgearbeitet haben.“

Bregenz, 1. Juni 2022 - Der Tourismus hat in Vorarlberg eine lange Tradition und eine hohe ökonomische und soziale Bedeutung. Mit 3,8 Milliarden Euro Bruttoregionalprodukt hat die Tourismuswirtschaft im Jahr vor Corona fast 20 Prozent zur Wertschöpfung des Landes beigetragen. „Auch während der Pandemie hat sich gezeigt, dass sich die schon in der Tourismusstrategie 2020 definierten Werte – Gastfreundschaft, Regionalität, Nachhaltigkeit und Vernetzung – bewährt haben und darin große Potenziale liegen. Daher baut die Tourismusstrategie 2030 auf ihrer Vorläuferin auf und entwickelt diese weiter“, Wallner. Vor allem gehe es darum, den Ganzjahrestourismus weiter zu forcieren, Nachhaltigkeit und Regionalität zu stärken und die Strukturen so zu gestalten, um gegen künftige Herausforderungen bestmöglich gewappnet zu sein. 

   Vorarlberg sei als Tourismusland gut aufgestellt, zähle seit langem zu den beliebtesten Wintersport-Destinationen Europas und nutze zunehmend und erfolgreich auch die im Sommer liegenden Potenziale, bekräftigte Landesrat Gantner. Er sieht die neue Strategie als „Leitfaden für Gastgeben auf Vorarlberger Art“. „Einheimische und Gäste schätzen insbesondere die hohe Qualität und Vielfalt des Natur- und Kulturraums zwischen Bodensee und Arlberg, die unternehmerischen Spitzenleistungen sowie die besondere Kultur der Gastlichkeit und das authentische Ambiente in meist familiär geführten und eher kleinstrukturierten Betrieben“, sagte Gantner. 

Potenziale nutzen, Herausforderungen bewältigen
   Neben den vielen Potenzialen, die es in Zukunft noch stärker zu nutzen gilt, sei der Tourismus zugleich mit großen Herausforderungen konfrontiert – globaler Wettbewerbsdruck – nicht nur um Gäste, sondern auch um Mitarbeitende, steigende Ansprüche und geändertes Buchungsverhalten der Gäste sowie die schnelllebige Welt der Digitalisierung, aber auch der Klimawandel. All das erfordere eine enge Zusammenarbeit innerhalb des touristischen Netzwerks und mit anderen Branchen. Zudem soll sich in Zukunft insbesondere die Rolle der Destinationen verstärkt von Managementorganisationen zu Lebensraumgestaltern wandeln. „Der Tourismus ist für Vorarlbergs Regionen nicht nur Impulsgeber, sondern vielerorts auch Zukunftsgeber und leistet einen wichtigen Beitrag für eine ausgewogene und nachhaltige Regionalentwicklung in unserem Land“, so Gantner.

   Für den erfolgreichen weiteren Weg zu einem chancenreichen Qualitätstourismus formuliert die Tourismusstrategie 2030 acht Kernziele:
- Den Tourismusstandort wettbewerbsorientiert weiterentwickeln
- Das Marketingsystem im Sinne eines Resonanz-Tourismus fokussieren
- Bildungsangebote ausbauen und Tourismusberufe attraktiver machen
- Regionalität mittels einer Kulinarik-Marke nutzen
- Klimafreundliche Entwicklung intensivieren
- Sanfte Mobilität zur An- und Abreise sowie vor Ort stärken
- Digitale und innovative Potenziale ausschöpfen
- Ressourcen zugunsten von Synergien bündeln

   Zur Kontrolle des Umsetzungsstandes und Möglichkeit der Nachjustierung sind erstmals konkrete Leitprojekte, realistische Zielvorgaben sowie Mess-Indikatoren formuliert, erläuterte WKV-Spartenobmann Kegele. Auch er zeigte sich erfreut über die einstimmige Beschlussfassung der Tourismusstrategie im Landtag: „Die breite Zustimmung über Parteigrenzen hinweg gibt der Strategie einen starken legitimierten Rückenwind.“
 

Hier die Strategie zum Durchblättern: Tourismus Strategie Vorarlberg 2030 (vorarlberg-tourismus2030.at)

Statements der ToursmusprecherInnen zum gemeinsamen Beschluss:

Monika Vonier (Vorarlberger Volkspartei): „Mit der neuen Tourismusstrategie haben wir uns gemeinsam auf den Weg in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft des Tourismus gemacht, diese gilt es nun konsequent umzusetzen.  Das Thema Nachhaltigkeit mit seiner ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimension ist dabei der Schlüsselfaktor. Neben der Natur sind die MitarbeiterInnen der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.“

Nadine Kasper (Grüne): „Die starke Fokussierung auf das Thema Nachhaltigkeit und die Etablierung neuer Indikatoren zur Erfolgsmessung stellen die Weichen für einen zukunftsfähigen Tourismus. Nur ein nachhaltiger Tourismus sichert den Lebensraum für alle, stärkt unsere kleinstrukturierten Familienbetriebe und schafft gute Arbeitsplätze.“
 
Hubert Kinz (FPÖ): „Mit dieser Strategie soll die Anpassung des Tourismusfahrplanes an die neuen Gegebenheiten unserer Zeit vorangetrieben werden. Es ist dies ein lebender Prozess, der laufender Bearbeitung bedarf.“

Manuela Auer (SPÖ): „Die neue Tourismusstrategie ist ein wichtiger Schritt, um Vorarlberg in seinem Profil als nachhaltige Urlaubsdestination noch weiter zu stärken und auch für die Menschen in der Region gezielte Qualitätsverbesserungen zu erreichen. Dazu zählen auch attraktive Arbeitsplätze von denen man gut leben kann. Denn ein gut funktionierendes Zusammenspiel von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren ist ausschlaggebend dafür, dass der Tourismusstandort Vorarlberg Herausforderungen auch weiterhin erfolgreich meistern kann.“

Sabine Scheffknecht (Neos): „Die neue Tourismusstrategie 2030 erkennt die aktuellen Herausforderungen und Chancen für einen nachhaltigen, zukunftsfitten Tourismus. Uns NEOS war bei der Erarbeitung der Strategie besonders das Bildungsangebot für touristische Berufe ein Anliegen. Der Fachkräftemangel im Tourismus wird sich nicht von selbst lösen. Umso wichtiger sind attraktive Angebote, die jungen Menschen und Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern zeigen, wie vielfältig Tourismus-Berufe sein können.“

VLK/Fotos: D.Mathis & A. Serra


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