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  • Christian Gantner | Unser Landesrat
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Wald als Wellnesscenter für Natur und Mensch

Zur Woche des Waldes 2022 unterstrich Landesrat Christian Gantner einmal mehr die vielfältigen natürlichen Funktionen und die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes in Vorarlberg. Beim Besuch der Holzwerkstatt Markus Faißt in Hittisau am Montag, 13. Juni, verwies Gantner auf die strategischen Ziele, die in der Vorarlberger Waldstrategie 2030+ miteinander verknüpft sind und sich unter dem Begriff Bioökonomie zusammenfassen lassen. „Diese Ziele können erreicht werden, wenn sich die Bewirtschaftung in Zukunft verstärkt auf artenreiche Mischwälder konzentriert und der lokal verfügbare Rohstoff Holz stärker in regionale Wirtschaftskreisläufe eingebunden wird“, sagte er.

Hittisau, 13. Juni 2022 -  Der Wald bedeckt ca. 37 Prozent der Landesfläche Vorarlbergs die zweitwichtigste Form der Landnutzung. Etwa die Hälfte des Waldes ist Schutzwald. „Der Wald ist unser natürliches Wellnesscenter und zugleich durch den nachwachsenden Rohstoff Holz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Forst- und Holzwirtschaft sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung insbesondere in den ländlichen Regionen“, betonte Landesrat Gantner. Jährlich wachsen in Vorarlberg ca. 450.000 Festmeter nutzbares Holz, wovon im Durchschnitt der vergangenen Jahre nur ca. 350.000 Festmeter geerntet werden. Fünf Prozent der aktiv Erwerbstätigen in Vorarlberg – ca.  11.000 Personen – leben vom Wald, dem Rohstoff Holz und seiner Weiterverarbeitung. 

Das Land Vorarlberg unterstützt die nachhaltige Waldpflege aus dem Waldfonds. Ziele sind die Klimaanpassung der Wälder und zugleich die Sicherstellung des volkswirtschaftlichen Nutzens. „Eine frühzeitige Waldpflege unterstützt sowohl Mischbaumarten als auch die Holzqualität sowie die Stabilität der Wälder“, erläuterte Landesforstdirektor Andreas Amann. Im Jahr 2021 wurde so ca. 120 Hektar Jungwald gepflegt. In den kommenden Jahren soll dieser Wert auf 200 Hektar gesteigert werden.

Die Etablierung von regionalen Wirtschaftskreisläufen ist für den Wald eine wesentliche Unterstützung bei der Klimaanpassung. Die regelmäßige Nutzung und Pflege der Wälder bringt das für die Naturverjüngung notwendige Licht in den Wald, die Verbauung von Holz in Gebäuden und Möbeln speichert einerseits Kohlenstoff in einer behaglichen Wohnumgebung und schafft gleichzeitig Platz in den Wäldern für die Bindung von zusätzlichem Kohlenstoff aus der Luft. 

Die Holzwerkstatt Markus Faißt in Hittisau steht seit 50 Jahren beispielhaft für solche regionalen Wirtschaftskreisläufe. Der Betrieb mit neun Mitarbeitenden verarbeitet ausschließlich regionales wintergeschlägertes Holz aus dem Bregenzerwald, das zu hochwertigen Vollholzmöbeln verarbeitet wird, schilderte Markus Faißt. Solche Produkte haben aufgrund kurzer Transportwege und langlebiger Qualität einen wesentlich besseren CO2-Fußabdruck als in einem Niedriglohnland billig produzierte Möbel, die eine Übersiedlung oft nicht überleben. 
 

VLK/Fotos: A. Serra


© 2022 Christian Gantner | Vorarlberger Volkspartei